"Focus": Mütterrente wird für Beitragszahler teurer als bekannt

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"Focus": Mütterrente wird für Beitragszahler teurer als bekannt

Die geplante Mütterrente könnte für die Beitragszahler einem Bericht zufolge teurer werden als bislang bekannt. Die Leistung für Kindererziehung werde auch an Mütter gezahlt, die keine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, berichtete das Nachrichtenmagazin „Focus“. Das Magazin bezieht sich auf den Rentenversicherungsbericht, den die Bundesregierung in der kommenden Woche veröffentlichen wird.

Dem Bericht zufolge können auch Beamtinnen, Ärztinnen oder Anwältinnen, die über eigene Versorgungssysteme verfügen und nie Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, aus der Rentenkasse zusätzliche Leistungen für Kindererziehungszeiten beziehen. Derzeit bekommen dem Bericht zufolge 30.683 Frauen eine solche Rente. Diese Zahl werde sich stark erhöhen, wenn die Mütterrente ausgebaut werde, berichtet „Focus“ unter Berufung auf Regierungskreise.

Der von der Union geplante Ausbau der Mütterrente ist derzeit Thema der Koalitionsverhandlungen. Das Konzept der Union sieht vor, dass für jedes vor 1992 geborene Kind die Rente des erziehenden Elternteils um einen Entgeltpunkt angehoben wird. Die Kosten dafür werden auf 6,5 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Dies entspräche einer Beitragserhöhung um 0,7 Prozentpunkte. Infrage kommt aber auch eine komplette oder teilweise Finanzierung aus Steuermitteln.

Die Union favorisiert eine Finanzierung aus den bestehenden Überschüssen in der Rentenkasse. Dagegen wandte sich der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), auch aus der SPD gibt es entsprechende Äußerungen. Grundsätzlich will aber auch die SPD ältere Mütter besser stellen.

Source: „AFP“

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