Schuhbomber-Komplize im Prozess gegen Bin-Laden-Schwiegersohn

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Schuhbomber-Komplize im Prozess gegen Bin-Laden-Schwiegersohn

Im US-Terrorprozess gegen den Schwiegersohn des getöteten Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden hat am Montag ein Komplize des britischen "Schuhbombers" Richard Reid als Zeuge ausgesagt. Der britische Moslem Saajid Badat, der im Gerichtssaal in New York per Video zugeschaltet wurde, sagte auf die Frage, wie oft er Bin Laden in Afghanistan getroffen habe: "Etwa 20 Mal, vielleicht bis zu 50 Mal." Außerdem berichtete er über seinen Ideenaustausch mit dem mutmaßlichen Chefplaner der Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Sheikh Mohammed.

Badat, der islamistische Trainingscamps in Afghanistan und Pakistan besucht hatte, war 2005 in Großbritannien zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er wurde jedoch vorzeitig entlassen. Der 34-Jährige wollte im Dezember 2001 ein Flugzeug mit Sprengstoff-Schuhen in die Luft jagen. Er änderte jedoch in letzter Minute seine Meinung und ging nicht an Bord.

Reid hatte dagegen im Dezember 2001 auf einem Flug von Paris nach Miami versucht, in seinen Schuhen versteckten Sprengstoff zu zünden. Er wurde von Passagieren und Besatzungsmitgliedern überwältigt. Er sitzt in einem US-Gefängnis eine 110-jährige Haftstrafe ab.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Bin-Laden-Schwiegersohn Sulaiman Abu Ghaith vor, ebenfalls in die Aktivitäten des Terrornetzwerks verstrickt gewesen zu sein. Der Anklageschrift zufolge soll auch er in Reids Anschlagspläne verwickelt gewesen sein. Dem 48-Jährigen wird Verschwörung zur Ermordung von US-Bürgern und die Unterstützung von Terroristen vorgeworfen, im Vorverfahren plädierte er auf unschuldig.

Der Prozess hatte am Montag vergangener Woche begonnen. Das Urteil wird Ende des Monats erwartet. Bei einem Schuldspruch droht dem Kuwaiter lebenslange Haft. Abu Ghaith hatte sich nach der US-Invasion in Afghanistan in den Iran abgesetzt. Gefasst wurde der Ehemann der Bin-Laden-Tochter Fatima vor gut einem Jahr in einem Hotel in Ankara. Er war zuvor illegal aus dem Iran in die Türkei eingereist.

Source: „AFP“

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