Clinton lässt Türen für Präsidentschaftsbewerbung offen

Unterhaltung 0
Clinton lässt Türen für Präsidentschaftsbewerbung offen

Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat eine Lesereise zu ihrer neuen Autobiografie gestartet, die den Grundstein für eine Präsidentschaftsbewerbung legen könnte. Hunderte Anhänger erwarteten Clinton zu einer Signierstunde in einem New Yorker Buchladen, die ersten Fans hatten sich bereits im Morgengrauen in die Schlange gestellt. In den kommenden Wochen will die Politikerin das Buch im ganzen Land vorstellen.

In der Autobiografie "Hard Choices" (deutscher Titel: "Entscheidungen") blickt Clinton vor allem auf ihre Erlebnisse als Außenministerin während der ersten Amtszeit von Präsident Barack Obama zurück. Die Demokratin widmet sich dabei etwa den Umwälzungen in der arabischen Welt und dem Kampf gegen den Klimawandel. Außerdem blickt sie kritisch auf strittige Entscheidungen wie ihre Unterstützung des US-Einmarsches im Irak, die sie als "Fehler" bezeichnet.

In einem Interview mit dem Fernsehsender ABC hielt sich Clinton alle Türen für eine Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 offen. Sollte sie sich für einen neuen Anlauf auf das Weiße Haus entscheiden, werde sie sich nicht auf ihrem Status als ehemalige First Lady und Chefdiplomatin ausruhen, erklärte sie. "Ich würde hart arbeiten, wie jeder Außenseiter oder Neuling, weil ich nichts als selbstverständlich ansehen will."

Clinton deutete an, dass sie wohl bis Jahresende eine Entscheidung über ihre politische Zukunft treffen werde. Verkünden werde sie ihren Entschluss dann "wahrscheinlich" erst im Jahr 2015. Die harsche Kritik der Republikaner an ihrer Rolle beim tödlichen Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi ist für die frühere Außenministerin kein Grund, auf eine Bewerbung zu verzichten. Vielmehr fühle sie sich durch die Anfeindungen angespornt, sagte sie ABC.

Bei dem Anschlag radikaler Islamisten am 11. September 2012 waren der US-Botschafter Chris Stevens und drei Wachleute getötet worden. Das damals von Clinton geführte Außenministerium soll Hinweise auf Sicherheitslücken und die Bedrohung durch Extremisten ignoriert haben. Das republikanisch dominierte Repräsentantenhaus richtete kürzlich einen Untersuchungsausschuss zu Bengasi ein.

Clinton sprach auch über ihre Enttäuschung nach der Niederlage gegen Obama im Demokraten-Vorwahlkampf des Jahres 2008. "Es war persönlich schmerzvoll", sagte sie. "Ich hatte das Gefühl, Leute im Stich gelassen zu haben."

Als stärkstes Argument gegen eine erneute Präsidentschaftsbewerbung nannte Clinton die Möglichkeit, das Leben weiter ohne die Bürde eines öffentlichen Amts zu genießen. "Ich mag mein Leben wirklich, ich mag was ich tue", sagte sie. Mit Begeisterung erwarte sie die Geburt ihres ersten Enkelkinds im Herbst. "Ich habe große Hoffnungen, was das für mich und meine Familie bedeuten wird", erklärte die frühere Außenministerin.

In Umfragen liegt Clinton derzeit deutlich vor der parteiinternen Konkurrenz. Einer Erhebung von "Washington Post" und ABC zufolge würden 69 Prozent der Demokraten oder Parteilose, die den Demokraten nahestehen, eine Kandidatur der früheren First Lady und Senatorin von New York befürworten. Auch in der breiteren Öffentlichkeit kommt sie gut an: 67 Prozent der US-Bürger sehen sie demnach als starke Führungspersönlichkeit, 60 Prozent halten sie für ehrlich und vertrauenswürdig.

Source: „AFP“

About the author / 

News724.com

Related Posts

Leave a reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Kommentare werden moderiert. Es kann etwas dauern, bis dein Kommentar angezeigt wird.