170 IS-Kämpfer bei Luftangriffen in Syrien getötet

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170 IS-Kämpfer bei Luftangriffen in Syrien getötet

Die US-geführte Militärallianz hat in Syrien durch Luftangriffe in den vergangenen 48 Stunden etwa 170 Kämpfer der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) getötet. Die Kampfjets griffen Stellungen der Extremisten in der nordöstlichen Provinz Hassake an, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die islamistische Al-Nusra-Front und andere Rebellengruppen eroberten nach Angaben der Aktivisten unterdessen einen wichtigen Militärstützpunkt im Nordwesten des Landes.

Die Allianz hat laut der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle kurdische Bodentruppen unterstützt, denen es gelungen sei, etwa 20 bislang von den Dschihadisten kontrollierte Dörfer zu erobern. Die IS-Anhänger seien bei "sehr intensiven Luftangriffen" getötet worden, sagte der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahmane. Die Aktivisten stützen sich auf ein dichtes Netz von Informanten in Syrien, deren Angaben von unabhängiger Seite kaum überprüft werden können.

Das US-Militär gab an, die Kampfjets hätten in Hassake sieben Angriffe geflogen. US-Brigadegeneral Thomas Weidley zufolge verliert der IS in Nordsyrien "beständig an militärischer Schlagkraft, Kämpfern und Territorium".

Die Beobachtungsstelle teilte zudem mit, die syrische Armee habe nach einem Angriff der Al-Nusra Front und anderer Aufständischer den Stützpunkt Al-Mastuma aufgeben müssen. Nach dem Verlust der wichtigsten Basis der Armee in der nordwestlichen Provinz Idlib blieben dem Militär dort nur noch wenige Rückzugspunkte.

Im syrischen Staatsfernsehen war von einem Rückzug der Armee auf "defensive Positionen" bei Ariha die Rede, das nun laut Beobachtungsstelle die letzte größere Basis des Militärs in der an die Türkei grenzenden Provinz darstellt. Die Armeeangehörigen hatten sich nach Al-Mastuma zurückgezogen, nachdem Kämpfern der Opposition Ende März die Eroberung der Provinzhauptstadt Idlib gelungen war.

Der sunnitisch dominierte IS hatte im vergangenen Jahr nach einer Blitzoffensive große Teile des im Bürgerkrieg versunkenen Syriens sowie des ebenfalls von anhaltender Gewalt erschütterten Iraks besetzt. Im Irak versammelten sich schiitische Milizen vor der Stadt Ramadi, die am Wochenende vollständig vom IS eingenommen worden war. Zusammen mit der irakischen Armee planen die Milizionäre die Rückeroberung Ramadis.

Die Einnahme der rund hundert Kilometer von Bagdad entfernen Stadt durch den IS war ein schwerer Rückschlag für die Armee. Die Islamisten erlangten damit die Kontrolle über die letzte größere Stadt vor der irakischen Hauptstadt erlangt.

Source: „AFP“

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