Airbag-Firma Takata ruft 34 Millionen US-Autos zurück

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Airbag-Firma Takata ruft 34 Millionen US-Autos zurück

Beim größten Auto-Rückruf in der US-Geschichte hat der japanische Zulieferer Takata wegen defekter Airbags den Rückruf von insgesamt swift 34 Millionen Autos in den USA veranlasst. Das Unternehmen verdoppele damit die Anzahl der in die Werkstätten beorderten Fahrzeuge, teilten die US-Behörden mit. Takata räumte demnach erstmals ein, dass die in elf Automarken eingebauten Airbags des Unternehmens fehlerhaft sind.

Von der Rekord-Rückrufaktion in den USA sind laut US-Verkehrsminister Anthony Foxx elf Hersteller betroffen: BMW, Fiat, Chrysler, General Motors, Ford, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Subaru, Toyota und vor allem Honda. Honda allein musste weltweit bisher schon 19,6 Millionen Autos zurückrufen, Toyota acht Millionen und Nissan vier Millionen.

In Deutschland sind nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes Fahrzeuge von Toyota, Lexus, Honda, Mazda, Nissan, BMW, General Motors und Alpina von Takata-Rückrufaktionen betroffen. Die Zahl liege hierzulande deutlich unter einer Million Autos, erklärte ein Sprecher.

Ein BMW-Sprecher in Deutschland sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Rückrufaktion in den USA werde jetzt bewertet. In Deutschland laufe wegen der defekten Airbags seit dem vergangenen Sommer eine Rückrufaktion, betroffen seien insgesamt 300.000 Autos. Es handele sich aber um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Wieviele Autos weltweit insgesamt zurückgerufen werden müssen, konnte ein Takata-Sprecher in Tokio nicht sagen.

Die defekten Airbags seien in den USA "unseren Erkenntnissen zufolge für mindestens fünf Todesfälle verantwortlich" gewesen, sagte Verkehrsminister Foxx. Hinzu kämen zahlreiche Verletzte. Weltweit werden insgesamt sechs Todesfälle und 105 Verletzte mit den defekten Airbags in Verbindung gebracht.

Die Luftkissen können wegen eines Fehlers im Gasgenerator in Sekundenbruchteilen platzen und durch heiße Metallteile Fahrer und Beifahrer verletzen oder gar töten. Takata erklärt das Problem damit, dass die Leistung einiger Airbag-Gasgeneratoren beeinträchtigt werden könne, wenn die Autos über viele Jahre einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit ausgesetzt seien. Hinzu könnten Herstellungsprobleme kommen.

"Unter bestimmten Umständen können diese Faktoren mit der Zeit dazu führen, dass einige Generatoren zu heftig auslösen, was ein Bersten des Gasgenerator-Gehäuses zur Folge haben kann", teilte der Konzern mit. Takata habe der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA daher vorgeschlagen, zunächst die Generatoren älterer Autos und von Wagen aus Gebieten mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit auszutauschen.

Den US-Behörden zufolge könnte ein kompletter Austausch der Takata-Airbags allerdings Jahre dauern. Foxx erklärte, sein Ministerium arbeite unter Hochdruck daran, "die größten Risiken zuerst" anzugehen und einen Austausch fehlerhafter Geräte sicherzustellen. "Wir werden unsere Arbeit erst beenden, wenn jeder Airbag ersetzt worden ist", fügte er hinzu. Da Takata nun mit der US-Verkehrssicherheitsbehörde zusammenarbeitet, setzten die US-Behörden eine im Februar angeordnete Geldstrafe von 14.000 Dollar pro Tag aus.

Takata ist einer der weltweit größten Airbag-Hersteller. Das Unternehmen hat 36.000 Mitarbeiter und dutzende Standorte in 20 Ländern, darunter mehrere in Deutschland. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, die Probleme mit seinen Airbags jahrelang ignoriert und dann zu spät gehandelt zu haben.

Source: „AFP“

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