Gläubiger bescheinigen Athen "sehr gute Zusammenarbeit"

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Gläubiger bescheinigen Athen "sehr gute Zusammenarbeit"

Bei den schwierigen Verhandlungen über ein drittes Rettungsprogramm für Griechenland haben die Gläubiger-Institutionen den griechischen Behörden eine "sehr gute Zusammenarbeit" bescheinigt. Allerdings gebe es noch eine Reihe ungelöster Fragen, die Gespräche sollten daher auch am Wochenende intensiv fortgesetzt werden, verlautete aus Diplomatenkreisen in Brüssel.

Seit vergangener Woche beraten Vertreter von Internationalem Währungsfonds (IWF), EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und dem Euro-Rettungsfonds ESM über die Einzelheiten für das geplante neue Hilfsprogramm für Griechenland im Volumen von 82 Milliarden Euro. Athen habe im Prinzip akzeptiert, dass es "eine neue, eine dritte Runde von Reformen geben muss", sagte ein EU-Diplomat. Es werde "unter Hochdruck" an einem neuen Memorandum gearbeitet.

Die Zeit drängt: Am 20. August muss Athen 3,4 Milliarden Euro an die EZB zurückzahlen, ohne derzeit das Geld dafür zu haben. Gelingt vorher eine Einigung – die dann allerdings auch noch von nationalen Parlamenten wie dem Bundestag bestätigt werden müsste – könnten die Griechen ihre Schulden mit frischem Geld aus dem neuen Rettungsprogramm begleichen. Reicht die Zeit nicht, müsste Athen bei der EU einen neuen Brückenkredit beantragen.

Während sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vor wenigen Tagen zuversichtlich zeigte, dass bald eine Einigung steht, kamen aus dem Bundesfinanzministerium skeptische Töne.

Source: „AFP“

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