US-Unternehmen müssen Lohngefälle öffentlich machen

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US-Unternehmen müssen Lohngefälle öffentlich machen

Konzerne in den USA müssen künftig die Gehaltskluft zwischen ihrem Chef und den Angestellten offenlegen. Die US-Börsenaufsicht SEC beschloss eine entsprechende Regel. Das Gesetz dafür, der sogenannte Dodd-Frank Act, wurde bereits 2010 ausgearbeitet. Es tritt 2017 in Kraft und betrifft eine große Anzahl börsennotierter Unternehmen.

Die betroffenen Firmen müssen künftig den Median, moreover den mittleren Wert, der Löhne ihrer Angestellten ermitteln, mit dem Gehalt des Chefs vergleichen und die Zahlen veröffentlichen.

Hintergrund der neuen Regelung ist die zunehmende Sorge in den USA über wachsende soziale Ungleichheit. Die Lohnungleichheit ist auch Thema im US-Wahlkampf. Laut einer Studie des Economic Policy Institute aus Washington verdiente ein Unternehmenschef 2013 im Schnitt rund 300 Mal so viel wie ein durchschnittlicher Angestellter. 1963 war es noch 20 Mal so viel.

Die US-Handelskammer kritisierte die Regelung als "einen Gefallen" an die Gewerkschaften. Die Transparenz führe nicht dazu, dass Investoren künftig bessere Informationen bekämen, sondern würde nur Partikularinteressen durchsetzen. "Das ist ein Schritt in die falsche Richtung", erklärte die Handelskammer.

mre/ilo/bw

Source: „AFP“

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