Verbraucherschützer sehen Regierung in VW-Affäre am Zug

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Verbraucherschützer sehen Regierung in VW-Affäre am Zug

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat die Bundesregierung aufgefordert, dafür zu sorgen, dass Volkswagen in der Manipulationsaffäre alle Kosten für geschädigte Kunden übernimmt. In einem Brief, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag, bat vzbv-Vorstand Klaus Müller Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) um eine entsprechende Weisung an das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Nur durch die Weisung des Ministers, könne das KBA Volkswagen dazu verpflichten, alle Kosten für die Kunden zu übernehmen – auch Neben- und Folgekosten.

"Ich bitte Sie daher, sich für die berechtigten Ansprüche der betroffenen Verbraucher einzusetzen", schrieb Müller an Dobrindt. Er habe auch den Volkswagen-Chef Matthias Müller angeschrieben und aufgefordert, eine Kostenübernahme zuzusichern.

Die Verbraucherschützer befürchten, dass VW-Fahrer auf Neben- und Folgekosten, zum Beispiel für Verdienstausfälle oder Mietwagen, sitzen bleiben, wenn der Autobauer die betroffenen Autos zur Umrüstung in die Werkstätten ruft. VW hatte im Zuge der Affäre angekündigt, ab Januar 2016 Autos schrittweise umzurüsten.

Im September hatte der Konzern zugegeben, dass in etwa elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies. Anfang November gestand das Wolfsburger Unternehmen zudem ein, dass bei vermutlich rund 800.000 seiner Autos der tatsächliche Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 höher ist als angegeben.

Source: „AFP“

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