De Maizière äußert sich nicht zu Terrorwarnung von Hannover

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De Maizière äußert sich nicht zu Terrorwarnung von Hannover

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich auch heute nicht zu Einzelheiten der Terrorwarnung beim Fußball-Länderspiel in Hannover geäußert. Er wolle einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung weder bestätigen noch dementieren, sagte der Minister vor Journalisten in Berlin.

Dem "Bild"-Bericht zufolge waren die Behörden davor gewarnt worden, dass eine Gruppe von Attentätern plane, mehrere Sprengsätze im Stadion zu zünden und eine weitere Bombe an einem Bahnhof in Hannover zu platzieren. Die Zeitung berief sich auf ein Geheimpapier, das der deutsche Verfassungsschutz am Dienstag an das Bundesinnenministerium geschickt haben und sich auf Informationen eines ausländischen Geheimdiensts gestützt haben soll.

De Maizière sagte in Berlin, die Hinweise seien so "verdichtet" gewesen, dass eine Absage des Spiels unvermeidlich gewesen sei. Ob es aber eine "reale Bedrohung" gegeben habe, "das wissen wir nicht", ergänzte er.

Bereits unmittelbar nach der Spielabsage am Dienstag hatten de Maizière keine Details nennen wollen und zur Begründung darauf verwiesen, Quellen zu schützen und eine Beunruhigung der Bevölkerung vermeiden zu müssen.

Das Freundschafts-Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden war am Dienstagabend vier Tage nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris kurz vor Anpfiff aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Sprengstoff wurde in Hannover bislang nicht gefunden, es gab auch keine Festnahmen.

Auch andere Medien berichteten über angebliche Details der Warnung. Der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zufolge hatten die Behörden "konkrete Hinweise" auf fünf Personen erhalten, die sich angeblich auf der Suche nach Anschlagszielen in Hannover aufhalten und dabei insbesondere das Stadion im Visier haben sollten. Einem Bericht des NDR zufolge gab es Hinweise auf fünf Angreifer, die angeblich vier Bomben im Stadion zünden wollten. Dazu sollte ein Anschlag an einem Bahnhof erfolgen.

Laut "Bild" gingen die Warnungen auch davon aus, dass die Sprengsätze in einem Rettungswagen in das Stadion geschmuggelt werden sollten. Die Sicherheitsbehörden vermuteten zudem, dass der Anführer der Terroristen im Stadion sein würde, um die Anschläge zu filmen. Auch der NDR berichtete, dass die Bomben in einem "Fahrzeug mit Zugangsberechtigung" transportiert und einer der Angreifer das Geschehen filmen sollte. Auch der Sender berief sich dabei auf das Verfassungsschutz-Papier.

Source: „AFP“

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