Kommunen gaben 2014 rund 59 Millionen für Armenbegräbnisse aus

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Kommunen gaben 2014 rund 59 Millionen für Armenbegräbnisse aus

Die Kommunen in Deutschland haben im vergangenen Jahr rund 59 Millionen Euro für sogenannte Armenbegräbnisse erstattet. Am meisten gab mit 16,2 Millionen Euro dabei laut einem Bericht der "Passauer Neuen Presse" das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen aus. Das Blatt berief sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Demnach folgten an zweiter und dritter Stelle Bayern mit Ausgaben von 6,9 Millionen Euro und Baden-Württemberg mit 5,3 Millionen Euro.

Die Zahl der Empfänger der Sozialbestattungskosten lag mit 23.010 Menschen dem Bericht zufolge zwar etwas unter dem Niveau des Jahres 2013, als 60,6 Millionen Euro ausgegeben wurden. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann sagte der Zeitung, sie erwarte aber aufgrund der zunehmenden Altersarmut und sich ausbreitender prekärer Beschäftigung einen weiteren Anstieg von Sozialbestattungen. "Angesichts der damit steigenden finanziellen Belastung der Kommunen ist zudem zu befürchten, dass die Kommunen die Kostenübernahme absenken könnten."

Nach dem Sozialgesetzbuch werden dem Bericht zufolge die erforderlichen Kosten einer Bestattung übernommen, soweit den Angehörigen nicht zugemutet werden könne, die Kosten zu tragen. Dabei werden Einkommen und Vermögen geprüft, später die erforderlichen Kosten für eine ortsübliche und einfache, der Würde des Verstorbenen entsprechende Bestattung übernommen.

Source: „AFP“

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